Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung für das Birkwild im Val di Sole / Trentino
Interventi di miglioramento ambientale in Val di Sole (Trentino occidentale)
Vortrag von Dr. Fabio Angeli, Direttore Ufficio Distrettuale Forestale di Malé.Bericht: Ulrike Raffl
Der Erste Weltkrieg hat im Val di Sole große Schäden hinterlassen. Seit ca. 50 Jahren ist man hier bestrebt, die Wunden von damals zu schließen, so Dr. Fabio Angeli. Im Sinne eines naturnahen Waldbaues wird versucht, die natürliche Baumartenzusammensetzung mit mehr Lärche und auch Tanne wiederherzustellen und damit die Habitatbedingungen zu verbessern. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Rauhfußhühner gelegt. Beim Auerwild zeigen sich bereits erste Erfolge. Die Bestände wurden aufgelockert und kleinere Streifenkahlschläge in Fallrichtung angelegt, um dem Auerhahn Balzplätze zu schaffen. Die Zahl der singenden Hahnen ist mittlerweile von 3 bis 4 auf 10 bis 12 gestiegen.
Im Trentino ist die Landflucht massiv zu spüren. Im Laufe der Zeit wurden viele Höfe aufgelassen, weil für die Jugend vor allem finanziell kein Anreiz besteht, in diesen strukturarmen Gebieten Landwirtschaft zu betreiben. Viele unbewirtschaftete Almen und Weiden sind in der Folge verstraucht oder wieder bewaldet und damit v.a. für das Birkwild als Lebensraum verloren gegangen.
In einem sehr arbeitsintensiven Projekt wurden verschiedene Maßnahmen zur Weiderückgewinnung getroffen, um den Lebensraum des Birkwildes zu verbessern. Dr. Fabio Angeli verspricht sich von dem Projekt aber auch, der bäuerlichen Abwanderung entgegenzuwirken, was einen großen ökologischen und landschaftlichen Gewinn bedeuten würde. Neben dem Forstbezirk Malé waren auch Almbetreiber und Jäger miteinbezogen. Im Jahr 2002 wurden auf insgesamt 84 ha Fläche Arbeiten im Ausmaß von 150.000 Euro verrichtet.
Im Trentino ist die Landflucht massiv zu spüren. Im Laufe der Zeit wurden viele Höfe aufgelassen, weil für die Jugend vor allem finanziell kein Anreiz besteht, in diesen strukturarmen Gebieten Landwirtschaft zu betreiben. Viele unbewirtschaftete Almen und Weiden sind in der Folge verstraucht oder wieder bewaldet und damit v.a. für das Birkwild als Lebensraum verloren gegangen.
In einem sehr arbeitsintensiven Projekt wurden verschiedene Maßnahmen zur Weiderückgewinnung getroffen, um den Lebensraum des Birkwildes zu verbessern. Dr. Fabio Angeli verspricht sich von dem Projekt aber auch, der bäuerlichen Abwanderung entgegenzuwirken, was einen großen ökologischen und landschaftlichen Gewinn bedeuten würde. Neben dem Forstbezirk Malé waren auch Almbetreiber und Jäger miteinbezogen. Im Jahr 2002 wurden auf insgesamt 84 ha Fläche Arbeiten im Ausmaß von 150.000 Euro verrichtet.
Die Arbeiten betrafen die Örtlichkeiten Bronzola, Malga Monte, Bella Ladina und Spolverino. Im Bereich der Malga Bronzola (2080 m MH) kommen neben dem Birkwild vor allem auch Steinhühner vor. Der Bestand ist stark rückläufig. Um den Lebensraum zu verbessern wurden hier folgende Maßnahmen getroffen:
- Abräumen von Dickungen (Fichte, Lärche)
- Die Stämme wurden zu Stößen geschichtet, Schlagabraum z.T. verbrannt
- Maschinelles Mähen und Zusammenrechnen auf Haufen
- Maschinelles Entstrauchen von Wacholder und Alpenrosen
Im Gebiet Bella Ladina kommt vor allem das Birkwild vor. Auch hier wachsen die nicht mehr bestoßenen Weiden immer mehr mit Bäumen zu, berichtete Fabio Angeli. Die Gelege nehmen ab, die Anzahl der Küken auch. Man versucht die Waldgrenze durch Rodungen wieder etwas abzusenken. Die Waldbestände wurden aufgelichtet. Außerdem wurden in den Jahren 2001 und 2002 auf insgesamt 5 ha Zwergwacholdersträucher maschinell entfernt, da sie die Hennen mit Küken sehr in ihrer Fortbewegung behindern. Man konnte bereits beobachten, dass auf den abgemähten Wurzeln die Heidelbeere aufkommt.
Auch auf dem Monte Spolverino rückt die Waldgrenze nach oben, die Birkwildbestände sind stark rückläufig. Hier legte man maschinell labyrinthartige Wege an, um die Fortbewegung der Hühner zu erleichtern. Auch die Latschenbestände werden strukturiert gerodet und das Material auf Haufen gelegt. Die Kosten für die aufwändigen Arbeiten betrugen insgesamt 816 Euro je ha.
- Abräumen von Dickungen (Fichte, Lärche)
- Die Stämme wurden zu Stößen geschichtet, Schlagabraum z.T. verbrannt
- Maschinelles Mähen und Zusammenrechnen auf Haufen
- Maschinelles Entstrauchen von Wacholder und Alpenrosen
Im Gebiet Bella Ladina kommt vor allem das Birkwild vor. Auch hier wachsen die nicht mehr bestoßenen Weiden immer mehr mit Bäumen zu, berichtete Fabio Angeli. Die Gelege nehmen ab, die Anzahl der Küken auch. Man versucht die Waldgrenze durch Rodungen wieder etwas abzusenken. Die Waldbestände wurden aufgelichtet. Außerdem wurden in den Jahren 2001 und 2002 auf insgesamt 5 ha Zwergwacholdersträucher maschinell entfernt, da sie die Hennen mit Küken sehr in ihrer Fortbewegung behindern. Man konnte bereits beobachten, dass auf den abgemähten Wurzeln die Heidelbeere aufkommt.
Auch auf dem Monte Spolverino rückt die Waldgrenze nach oben, die Birkwildbestände sind stark rückläufig. Hier legte man maschinell labyrinthartige Wege an, um die Fortbewegung der Hühner zu erleichtern. Auch die Latschenbestände werden strukturiert gerodet und das Material auf Haufen gelegt. Die Kosten für die aufwändigen Arbeiten betrugen insgesamt 816 Euro je ha.


Malga Bronzola: Das gerodete Holz wird auf Stöcken geschichtet (links). Die Weiden werden gemäht, das Heu zu Haufen zusammengerechnet (rechts).

Die Malga Bronzola vor und nach den Eingriffen.


Mit schweren Maschinen rückte man dem Zwergwacholder zuleibe.


Monte Spolverino. „Wegenetz“ für die Birkhühner (links). Schlagabraum wird auf Haufen zusammengelegt (rechts).
Fotos: Fabio Angeli