Neue Impulse für die Rotwildbejagung in Südtirol?
Bericht: Andreas Agreiter
Steigende Rotwildbestände, Wildschäden und eine sich zunehmend schwieriger gestaltende Bejagbarkeit des Rotwildes bewogen den Südtiroler Forstverein, eine Tagung zum Thema „Alternative Jagdmethoden“ zu veranstalten. Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz waren am 7. Oktober nach Weißenbach/Ahrntal eingeladen. Sie gaben den Mitgliedern des Forstvereins einen Einblick in die praktizierten Jagdpraktiken der Nachbarländer.
Der Präsident des Südtiroler Forstvereins, Josef Schmiedhofer, betonte in seiner Einleitung, dass die Veranstaltung nicht beabsichtige, die im Großen und Ganzen bewährte, traditionelle Jagd in Südtirol über Bord zu werfen. Denkstöße seien jedoch allemal erwünscht.
Lesen Sie hier mehr zu den Vorträgen:
Der Präsident des Südtiroler Forstvereins, Josef Schmiedhofer, betonte in seiner Einleitung, dass die Veranstaltung nicht beabsichtige, die im Großen und Ganzen bewährte, traditionelle Jagd in Südtirol über Bord zu werfen. Denkstöße seien jedoch allemal erwünscht.
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„Wie lustig ist die Jägerei?“ - eine Beurteilung aus der Sicht des Rotwildes
von Helmuth Wölfel
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Rotwild im Drama-Dreieck Wildstand-Schaden-Jagddruck
von Johann Hirschbichler
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Das Erfolgsrezept der Graubündner Patentjagd
von Hannes Jenny
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„Gleich wie es ihm gefällt?“ – Wie jagt der Südtiroler Jäger
von Heinrich Aukenthaler
von Heinrich Aukenthaler
Thematisiert wurde in der anschließenden Diskussion die in Südtirol favorisierte Frühjahrsbejagung von Rotwild. Wölfel sieht die Frühjahrsbejagung kritisch, die Störung sei beträchtlich, womit die Biologie des Rotwildes zu wenig Beachtung finde.
Angesprochen wurde die Zunahme von Straßenfallwild in manchen Gebieten, insbesondere von Rehwild: Im Gegenzug müsse eine Herabsetzung des Abschussplanes in Erwägung zu ziehen sein, meinte ein Tagungsteilnehmer. Das Gegenteil müsse der Fall sein, so der Wildbiologe Wölfel, denn die Grundregel laute: wenig Rehe bedeuten wenig Straßenfallwild, und umgekehrt, viele Rehe bedeuten viel Straßenfallwild.
Der Behauptung, dass das Rehwild mancherorts im Abnehmen sei, setzte Wölfel entgegen, dass bei einem Abschuss von 1,7 Stück Rehwild pro 100 Hektar das Reh durchwegs an der Büchse des Jägers vorbeilaufe und meinte damit, dass sich die jagdliche Abschöpfung unter dem Zuwachs befände. Er rief zu einem verstärkten Geißenabschuss auf. Dies bringe Früchte, denn gute Böcke sind das Ergebnis eines intensiven Geißenabschusses.
In der regen Diskussion konnten verschiedene Kritikpunkte und Fragen geklärt werden. Offen hingegen blieb auch bei dieser Tagung, welches Jagdmodell allen Interessen am besten entgegenkomme - und wird es wohl bis auf weiteres bleiben.

Angesprochen wurde die Zunahme von Straßenfallwild in manchen Gebieten, insbesondere von Rehwild: Im Gegenzug müsse eine Herabsetzung des Abschussplanes in Erwägung zu ziehen sein, meinte ein Tagungsteilnehmer. Das Gegenteil müsse der Fall sein, so der Wildbiologe Wölfel, denn die Grundregel laute: wenig Rehe bedeuten wenig Straßenfallwild, und umgekehrt, viele Rehe bedeuten viel Straßenfallwild.
Der Behauptung, dass das Rehwild mancherorts im Abnehmen sei, setzte Wölfel entgegen, dass bei einem Abschuss von 1,7 Stück Rehwild pro 100 Hektar das Reh durchwegs an der Büchse des Jägers vorbeilaufe und meinte damit, dass sich die jagdliche Abschöpfung unter dem Zuwachs befände. Er rief zu einem verstärkten Geißenabschuss auf. Dies bringe Früchte, denn gute Böcke sind das Ergebnis eines intensiven Geißenabschusses.
In der regen Diskussion konnten verschiedene Kritikpunkte und Fragen geklärt werden. Offen hingegen blieb auch bei dieser Tagung, welches Jagdmodell allen Interessen am besten entgegenkomme - und wird es wohl bis auf weiteres bleiben.

Von links nach rechts:
Die Referenten Heinrich Aukenthaler - Geschäftsführer des Südtiroler Jagdverbandes, Hannes Jenny – Amt für Jagd und Fischerei Graubünden, Helmuth Wölfel – Universität Göttingen, Johann Hirschbichler – ÖBF-Forstmeister Pinzgau und Organisatoren Josef Schmiedhofer – Präsident des Südtiroler Forstvereins, Andreas Agreiter – Leiter der Jägerschule Hahnebaum
Die Referenten Heinrich Aukenthaler - Geschäftsführer des Südtiroler Jagdverbandes, Hannes Jenny – Amt für Jagd und Fischerei Graubünden, Helmuth Wölfel – Universität Göttingen, Johann Hirschbichler – ÖBF-Forstmeister Pinzgau und Organisatoren Josef Schmiedhofer – Präsident des Südtiroler Forstvereins, Andreas Agreiter – Leiter der Jägerschule Hahnebaum