Der Kiefernwald
Reine oder gemischte Kiefernwälder nehmen weniger als zwölf Prozent der Waldfläche des Landes ein. Die Waldkiefer (nicht zu verwechseln mit der Bergkiefer oder Latsche, mit der Zirbelkiefer oder gar der nicht heimischen Schwarzkiefer) ist eine sehr lichtbedürftige, dabei hitze-, kälte- und trocknisharte Baumart. Sie kann sich deshalb auf Kahlflächen und an trockenen, flachgründigen Südhängen sehr gut gegen andere Baumarten durchsetzen. Ihre leichten Samen werden vom Wind rasch auf Kahlflächen, Brandflächen und Lawinenrisse getragen.
Ein bekannter Kieferntyp ist der Tragant - Föhrenwald im Vinschgau, er steht auf extrem trockenen Position:en.
Kiefernwälder sind sehr widerstandsfähig gegen Waldbrände, da sich die Bäume mit ihrer dicken Borke gegen die Hitze schützen.
Das Kronendach von Kiefernwäldern ist immer sehr licht (sofern nicht andere Baumarten beigemischt sind) und die Nadelstreu ist sauer. Deshalb ist die Bodenvegetation reich an Heide- und Preiselbeere, die Licht lieben und auf saurem Rohhumus gedeihen. Auf besonders trockenen Position:en dominiert die Schneeheide (Erika).
Lockere, beerkrautreiche Kiefernwälder zählen daher zu den besten Lebensräumen für das Auerwild.
Kiefernwälder wachsen langsam, produzieren nicht viel Holz und werden deshalb recht alt. Damit steigen die Lebensmöglichkeiten für Höhlenbrüter wie Sperlingskauz, Rauhfusskauz und Spechte.
Kiefernwälder sind gute Auerwildbiotope: Sie lassen viel Sonnenlicht durch ihr lockeres Kronendach und stocken meist auf sauren, trockenen Position:en. Licht und saurer Oberboden fördern Heidel - und Preiselbeere.