Der Auwald
Die Pflanzenwelt der Auwälder ist an den stark schwankenden Grundwasserstand und an häufige Überschwemmungen angepasst. Es dominieren Schwarzerle, Grauerle, Weiden, Esche und Pappeln.
Die häufigen Überschwemmungen führen viele Nährstoffe herbei. Deshalb entwickelt sich eine überaus reiche und dichte Bodenvegetation, die dschungelartigen Charakter haben kann.
Auwälder stehen auf vernässten, sehr produktiven Böden, sie sind von vielen Tümpeln, Wasserarmen und Altwässern durchzogen. Sie spielten einst eine überragende Rolle für durchziehende Vogelarten, die hier rasten und Nahrung suchen konnten.
Die wenigen Auwaldreste, die noch übrig sind, genießen deshalb höchste Priorität im internationalen Naturschutz.
Charakteristische Tierarten der Auwälder sind Graureiher, Pirol, Waldschnepfe, schwarzer Milan und viele Amphibien. Rehe erreichen in Auwäldern sehr hohe Dichten. Rotwild fand hier einst günstige Wintereinstände.

Auwälder sind nur noch in kleinen Resten vorhanden. Im Bild die Tschenglser Au (42,5 ha). Sie bildet zusammen mit der Eyrser Au (43 ha) einen wichtigen Trittstein für alle Lebewesen – insbesondere für das Rotwild - im Verbindungskorridor zwischen dem Nörderberg und dem Sonnenberg im Vinschgau.
Foto: Klaus Bliem
Foto: Klaus Bliem