Almwiesen
Almwiesen sind durch Waldrodung und durch Abschwenden von Latschen und Almrosen an bzw. oberhalb der Waldgrenze entstanden. Sie werden meist einmal gemäht, oft danach noch beweidet, sowie mäßig mit Stallmist gedüngt. Es handelt sich also um Lebensräume aus Menschenhand (Sekundärlebensräume).
Almwiesen sind die blumenreichsten Pflanzengesellschaften und deshalb auch besonders reich an Insekten: Hummeln, Fliegen, Schmetterlingen, Heuschrecken.
Die Almwirtschaft begünstigt Kräuter und drängt Gräser zurück, die sich sonst, bei reiner Beweidung und ohne Düngung, mit der Zeit durchsetzen und artenarme Borstgraswiesen bilden würden.
Almwiesen haben große Bedeutung für die Insektenwelt. Sie sind ferner wichtige Äsungsgründe für Schalenwild, besonders im Frühjahr und im Herbst, wenn die natürlichen Rasengesellschaften noch nicht produzieren oder aber nur noch von zähem Gras bestanden sind.
Intensivierung der Bewirtschaftung (Düngung, mehrmaliges Mähen) fördert die Einfalt. Insekten können ihren Lebenszyklus nicht vollenden, viele Tiere sterben den Mähtod. Extensivierung (nur Beweidung, kein Schnitt) leitet die Rückentwicklung zum natürlichen Rasen ein.