Der Lärchen-Zirbenwald
Wo die Fichte wegen der extremen Höhe oder der Hangexposition ausfällt, prägt immer mehr die Lärche das Waldkleid, begleitet von der Zirbe. Die Zirbe, die Königin der Alpen, ist der höchststeigende Baum des Alpenraumes. Sie kommt vorwiegend in Seehöhen von 1500 bis 2200 m vor.Die lichthungrige, kälteharte Lärche ist mit 18 Prozent in Südtirol die zweithäufigste Baumart. Sie wird forstlich wegen ihres wertvollen Holzes gefördert.
Ein Sonderfall sind die Lärchenwiesen. Diese lockeren, parkähnlichen Lärchenwälder mit reichlich Graswuchs sind durch Menschenhand entstanden. Hier kann Weide betrieben werden, und trotzdem bleibt der Schutz gegen Lawinen erhalten.
Lärchenwälder sind stets reich an Bodenvegetation, da das lockere Kronendach viel Licht durchlässt. Alpenrose, Heidel- - und Preiselbeere, im Frühjahr Anemonen, Enziane und viele andere Bergblumen gediehen hier. Von der Erwärmung durch das Sonnenlicht profitieren viele Insekten. Ameisen bauen trotz der beträchtlichen Meereshöhe große Burgen. Der Boden wird im Spätwinter rasch schneefrei.
Lärchenmischwälder werden sehr gern vom Birkwild aufgesucht. Ein Charaktervogel ist der Tannenhäher. Er sorgt durch das Verstecken von Zirbelnüssen für die Verbreitung der Zirbe.

Lärchenwiese.