Der Fichtenwald
Die Fichte hat mit 62 Prozent den größten Anteil an der Baumartenverteilung Südtirols.Sie ist anspruchslos, wird aber wegen ihres begehrten, geradschaftigen Holzes und ihrer hohen Massenleistung auch bewusst gefördert.
In Höhen zwischen 800 und 1400 Meter fühlt sie sich am wohlsten, besonders auf Nordhängen.
Fast überall ist den Fichtenbeständen jedoch die Lärche beigemischt. Je höher und sonniger der Position: und je lückiger das Waldkleid, desto leichter kann sich dieser lichthungrige, kälteharte Baum am Waldaufbau beteiligen.
Die Bodenvegetation ist umso spärlicher, je mehr die Fichte überwiegt, weil sie ein dichtes Kronendach bildet. Heidelbeere, Preiselbeere, Sauerklee und viele Moose, aber wenige Gräser und Kräuter bestimmen das Bild.
Unter solchen Bedingungen ist kein allzu reichliches Tierleben zu erwarten. Fichten-Kreuzschnabel und Eichhörnchen leben von den Fichtensamen. Borken-, Bock- und Rüsselkäfer dienen Bunt- und Schwarzspecht sowie vielen Meisen als Nahrung. Sperlings- und Rauhfusskauz, Auerwild und viele andere Bergwaldarten leben hier, doch die allerwenigsten sind eng auf diese Lebensbedingungen spezialisiert.
Der Fichten-Lärchen-Mischwald reicht bis in etwa 1800 Meter Höhe. In vielen Gegenden Südtirols bildet dieser Waldtyp auch die Waldgrenze.

Der Fichten-Lärchen-Mischwald ist der häufigste Waldtyp in Südtirol.